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Aus der Balance

Zwei aktuelle Messen zeigen: Oftmals ist alte Kunst günstiger zu haben als neue
Von Claudia Herstatt

Klein, erlesen und edelst bestückt zeigen sich dieser Tage die beiden Messen Ars Nobilis in Berlin (bis zum 16. November) und Cultura in Basel (14. bis 19. November). Und nebenbei verdeutlichen sie, wie sehr die Bewertung von Kunst aus der Balance geraten ist, vergleicht man die Preise der Antiquitäten und Antiken mit denen der anstehenden Auktionen zeitgenössischer Werke. Ein von David Roentgen Ende des 18. Jahrhunderts geschaffener Konsoltisch, zum Schach-, Backgammon- und Whistspiel, Schreiben und Lesen aufklappbar, kostet bei Mitzlaff auf der Ars Nobilis 280000 Euro. In dieser Preisklasse als unterem Schätzwert wird beim Auktionshaus Phillips in New York diese Woche gerade mal ein großer C-Print von Andreas Gursky (1995) in einer Auflage von sechs Exemplaren und mit fragwürdigem Materialverfallsdatum aufgerufen. Auch der Roentgen-Tisch war sozusagen eine Edition; eines von fünf vergleichbaren Exemplaren befand sich im Besitz der russischen Kaiserin Katharina der Großen. Nur übertrafen damals die Herstellungs- und Anschaffungskosten den heutigen Verkaufswert um ein Vielfaches, das gepflegte Spielvergnügen hatte den Gegenwert einer mittelgroßen Länderei inklusive Leibeigener.
Mit weiteren Objekten auf höchstem Niveau wenden sich die beiden Veranstaltungen an Spree und Rhein an ein kenntnisreiches Publikum. Die vierte Ars Nobilis an ungewöhnlichem Ort, dem Automobilforum Unter den Linden, zieht dank der ehrenamtlichen Arbeit des Berliner Händlers Jürge